Антивоенный вальс

[Грустная история на давнюю известную мелодию]

 

 

Крутится, вертится шар голубой,
Как переменчиво небо весной –
То исчезает за тучами шар,
То разгорается солнечный жар!
 
Тихая музыка в парке звучит,
Чудный открылся на озеро вид.
Парень на девушку нежно глядит,
Кружится в вальсе, вздыхает, молчит.
 
Девушка тоже в него влюблена,
Что же ей делать, не знает она.
Милый, признайся уже, не молчи,
Сердце пылает, как уголь в печи.
 
Им не прожить друг без друга никак –
Нравится ей молчаливый чудак,
Сам он совсем от неё без ума,
Голову полнит пьянящий дурман.
 
Дело, похоже, к женитьбе идет,
Ведь неразлучны они целый год –
Больше терпеть уже невмоготу,
Платье пора покупать и фату!
 
Вот и приходит назначенный срок,
В море стремится любви ручеёк,
Счастья задели тугую струну
...........................
Вдруг поутру объявили войну.
 
Злобный немецкий напал супостат,
И холостым остается солдат.
Плачет девчонка, прощается с ним,
Молится, чтобы вернулся живым.
 
Несколько лет он страну защищал,
И пощадил его огненный шквал –
Жив, слава Богу, отважный солдат,
Только в окопе взорвался снаряд,
 
Ногу осколок шальной оторвал,
Раненый в госпиталь сразу попал.
Сделали парню хороший протез,
Скоро домой долгожданный отъезд.
 
Вот и родные встречают его,
Но он не хочет уже ничего –
Лишь на кровать утомленно прилёг,
Смотрит безжизненно на потолок.
 
Вот и любимая к другу бежит,
Он, как и прежде, вздыхает, молчит.
- Как же тебя, я, мой милый, ждала,
Снова судьба нас с тобою свела!
 
Только у парня измученный вид,
Заговорил, наконец, инвалид:
- Видно, придется расстаться с тобой,
Здесь никому я не нужен хромой.
 
- Что ты, мне нужен ты только один,
Буду с тобой я до самых седин,
Больше не нужен мне в мире никто,
И я не брошу тебя ни за что!
 
Милый дружок беззастенчиво врёт:
- Я, дорогая, совсем уж не тот,
Нет уж в душе ничего у меня –
Ни интереса, ни страсти огня.
 
И убегает подруга в слезах,
В сердце тоска и панический страх –
Бог проиграл, победил Сатана,
Будь же ты проклята, сука-война!
 
Крутится, вертится шар голубой,
Небо нахмурилось этой весной –
Вдаль улетел нашей юности шар,
Горло сжимает ужасный кошмар.
 

Antikriegswalzer

[Eine traurige Geschichte zu einer altbekannten Melodie]
 
Kreisend und wirbelnd dreht blau sich der Ball,
Wechselhaft ist es im Frühling nun mal -
Bald taucht der Ball in die Wolken hinein,
Bald brennt die Sonne mit Hitze sich ein!
 
Leise von Park her erklingt die Musik,
Zauberhaft öffnet zum See sich der Blick.
Zärtlich der Junge zum Mädchen sich neigt,
Dreht sich im Walzer kurz seufzend und schweigt.
 
Auch ist von Liebe das Mädchenherz voll,
Doch weiß sie nicht, was sie jetzt machen soll.
- Liebster, gestehe, verschweige es nicht,
Hell brennt mein Herz wie im Ofen das Licht.
 
Ohne den andren zählt nichts auf der Welt,
Wie ihr der schweigsame Kauz doch gefällt,
Der wiederum ist nach ihr ganz verrückt,
Auch ist sein Geist wie im Rausch hochbeglückt.
 
So wie es scheint, steht die Hochzeit bevor,
Untrennbar war'n sie das Jahr schon zuvor -
Länger zu warten ist sie nicht bereit,
Will jetzt erwerben den Schleier, das Kleid!
 
Heut' ist der Tag, der ersehnt doch so sehr,
Liebe ergießt sich dem Strom gleich ins Meer,
Streift straffe Saiten als glücklicher Ton
.........................
Dann kam der Krieg, in der Morgenfrüh' schon.
 
Deutsche marschierten hinein in das Land,
Unter Soldaten der Junge sich fand.
Weinend nimmt Abschied das Mädchen alsdann,
Hofft, dass sie ihn bald zurückhaben kann.
 
Jahre schon schützte er tapfer sein Land,
Auch jeden Feuersturm er überstand -
Als er Gott dankte, da stets unverletzt,
Hat ein Schrapnell seinen Graben zerfetzt
 
So haben Splitter sein Bein übersät
Und er kam schnellstens ins Frontlazarett,
Wo die Prothese ersetzte das Bein -
Dass er bald wieder zuhause konnt' sein.
 
All die Verwandten, sie strömen herbei,
Ihm ist indessen dies ganz einerlei -
Müde und ausgebrannt liegt er im Bett,
Schaut nur zur Decke, als wär's schon zu spät.
 
Da kommt die Liebste, dem Freund sie sich zeigt, 
Er aber seufzt und, wie früher schon, schweigt.
- Ach, wie verzweifelt hab' ich dich vermisst,
Nun zeigt das Schicksal, wie gnädig es ist!
 
Er schaut sie an, das Gesicht voller Leid,
Endlich dann ist er zum Sprechen bereit:
- Wie es so aussieht, ist zwischen uns Schluss,
Da ich von nun an ein Krüppel sein muss.
 
- Was du nur redest, wenn wir erst getraut,
Bleibe ich bei dir, bis dass ich ergraut,
Niemanden möchte ich mehr auf der Welt,
Nie geh' ich fort, meine Treue, die hält!
 
Nun greift der Junge aus Liebe zur List:
- Ich bin ein Anderer, wie Du ja siehst,
In meiner Seele ist alles ganz leer -
Kein Fünkchen Leidenschaft glüht darin mehr.
 
Da läuft das Mädchen in Tränen davon,
Freude und Frieden dem Herzen entfloh'n -
Gott hat verloren, der Teufel gewann,
Und sie verflucht, klagt den Krieg dafür an!
 
Kreisend und wirbelnd dreht blau sich der Ball,
Wechselhaft ist es im Frühling nun mal -
Lang' ist der Ball unsrer Jugend schon weg,
Übrig ist nur wie ein Albtraum der Schreck.
 
 
(04.10.2023)